TOM: State of the Art 2018
CME Punkte

TOM: State of the Art 2018 findet statt vom 7.-10.3.2018!

TOM-Update - Das war 2017!

Das TOM-Update findet statt am Mittwoch, 7. März 2018, 16.45 - 20.00 Uhr (Kleiner Hörsaal)
Hier können Sie das Programm als *.pdf downloaden: TOM Update 2018


In Kooperation mit:
TOM 2018 findet statt in Kooperation mit CCC München, CCC LMU, TZM, AIO, DGP und DZL

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

auch heuer dürfen wir Sie zu unserer Veranstaltung TOM – State of the Art einladen.
2017 war in der Thorakalen Onkologie wieder die Immunonkologie das am meisten bearbeitete Thema. Das gilt nicht nur für die Rezidivtherapie des NSCLC und die Erstlinientherapie im metastasierten Stadium mit einem PD1-Inhibitor, sondern auch für die verschiedenen Kombinationen in der Erstlinientherapie im Stadium IV, aber auch in den lokalisierten Stadien. Auch beim Mesotheliom, dem kleinzelligen Lungenkarzinom und den Thymustumoren zeichnen sich Möglichkeiten ab.
Bei der molekular definierten, zielgerichteten Therapie drängen die Tyrosinkinase-Inhibitoren für ALK-/ ROS1-Fusionen und EGFR-Mutationen der zweiten bzw. dritten Generation inzwischen sogar in die Erstlinientherapie und zeigen Vorteile gegenüber den älteren Substanzen. Auch die spezifische Kombinations-Therapie von B-RAF-Mutationen ist zwischenzeitlich in der EU zugelassen. Weitere Treibermutationen werden mit zielgerichteten Substanzen in klinischen Prüfungen behandelt und auch bei individuellen Patienten eingesetzt.

Lungentumorzentrum München Trotz all dieser Fortschritte wäre es natürlich viel besser, wenn das Lungenkarzinom primär durch Prävention (insbesondere Rauchen!) verhindert würde oder zumindest früh erkannt wird. Für die Früherkennung wurden die primären Ergebnisse des NLST bereits 2011 publiziert, aber bis jetzt bestehen noch erhebliche Unklarheiten. Inzwischen haben wir zwar neue Detailergebnisse, warten aber weiterhin noch auf die harten Enddaten der Europäischen Studien, während in den USA und Kanada über die Effizienz von Implementierungsstrategien diskutiert wird.
Ebenfalls 2011 wurden im Rahmen der Subklassifikation des Adenokarzinoms die Grundzüge der neuen WHO-Klassifikation veröffentlicht. Eine Evaluation für den Alltag ist noch nicht ausreichend erfolgt.

Insgesamt ist die Thorakale Onkologie weiterhin eines der lebendigsten Gebiete in Pneumologie und Onkologie.

Um die Fortschritte in unseren Handlungsablauf integrieren zu können, wollen wir auch heuer den Dialog zwischen den Klinikern der verschiedenen Disziplinen fortsetzen und den direkten Dialog mit Grundlagenwissenschaftlern weiter vertiefen. Dies ist Zweck unserer Veranstaltung.

Am Mittwoch bieten wir Fortbildung auf dem Gebiet der Thorakalen Onkologie für Assistenzpersonal einschließlich Teilen der Schulungen für die onkologische Fachpflege an. Am Donnerstag werden wir in Arbeitsgruppen weitere gemeinsame Projekte besprechen. In einem Workshop am Nachmittag wollen wir uns mit der Interaktion zwischen zellulärer und humoraler Immunreaktion sowie der Möglichkeit des Immunoscoring beim Lungenkarzinom beschäftigen. Das Hauptprogramm beginnen wir am Freitag im Plenum mit einer weiteren Bestandsaufnahme der Immunonkologie Thorakaler Tumoren und Aspekten, die über PDL1 hinausgehen. In Key Note Lectures werden die Idee des Immunoscoring und Immunophenotyping sowie die Konsequenzen der Histologie-Klassifikation diskutiert. Anschließend werden wir interessante Fälle im Plenum besprechen und in Workshops uns mit Design und Auswertung von klinischen Studien sowie in der Immunonkologie mit den Aspekten der Response-Beurteilung und der Problematik der Nebenwirkungen auseinandersetzen. Die Plenarsitzung am Samstag beschäftigt sich im ersten Teil mit dem Stand der zielgerichteten Therapie unter Berücksichtigung der Zweit- und Dritt-Generationssubstanzen und ihrer Positionierung in der Therapiesequenz. Auch die weiteren Therapie-relevanten Entwicklungen in der Molekularbiologie werden diskutiert. Den Abschluss im Plenum bildet die Diskussion des Stands von Screening, Früherkennung und Prävention beim Lungenkarzinom.
Von Donnerstag bis Samstag haben Sie in Workshops die Möglichkeit, sich individuell einzubringen und neue Aspekte in Ihre tägliche Arbeit zu integrieren.

Wir haben wieder renommierte Gastreferenten und Diskutanten sowie internationale Experten in unsere Runde geholt und werden die Interaktion mit den Kollegen in Österreich und der Schweiz fortführen. Deshalb erfolgen je nach Referent und jeweiligem Teilnehmerkreis die Vorträge in Deutsch oder Englisch.

Wir hoffen, dass unsere diesjährige Zusammenstellung Ihnen wieder gefällt und Ihr Interesse findet und Sie mit uns mitten in München über die nun klar sich abzeichnenden Verbesserungen für die Patienten mit Thorakalen Tumoren diskutieren wollen. Über Ihre Teilnahme und die Diskussion mit Ihnen würden wir uns sehr freuen!

Dr. med. Amanda Tufman Prof. Dr. Rudolf M. Huber
Dr. med. Amanda Tufman und Prof. Dr. Rudolf M. Huber
Für das Lungentumorzentrum München an der Universität München
und den Asklepios Fachkliniken München-Gauting
Amanda Tufman und Rudolf M. Huber
Organisation: Amanda Tufman und Rudolf M. Huber